Charta der muslimischen Gelehrten bezüglich des Widerstandes gegen

الإثنين 18 ديسمبر 2017 10:25 ص بتوقيت القدس المحتلة

Charta der muslimischen Gelehrten bezüglich des Widerstandes gegen

Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen

die Gefahr der "politischen " Normalisierung zum zionistischen Gebilde

Alles Lob gebührt Allah, möge Sein Segen auf dem letzten Gesandten für die Menschen, dem Propheten Mohammed sein …


Für jeden Muslim aus den östlichen und den westlichen Gegenden dieser Erde gilt die Befreiung der islamischen Heiligtümer in Palästina als Hauptaufgabe, die er bestrebt sowie als eine Verpflichtung, für die er zur Verantwortung gezogen wird.
In einem nie dagewesenen historischen Ausmaß versucht das weltweit agierende System die sogenannte "Normalisierung " als Realität zu erzwingen, die auf die Aufgabe des Landes, den Glauben an die Befreiung von Al Aqsa aus den Händen des Besatzers zu zerschmelzen sowie die zwangsvolle Bekehrung muslimischer Kinder  zum Judentum abzielt.
Ausgehend vom folgenden Vers: " Ihr sollt sie den Menschen ganz gewiss klar machen und sie nicht verborgen halten"(Sura Aal Imran, Vers 187) und in Anwendung des prophetischen Hadith: " "Religion ist Aufrichtigkeit" sah sich eine Gruppe muslimische Gelehrte aus aller Welt in der Pflicht, diese Wahrheit öffentlich zu machen, um die Menschen aufzuklären und die Pflicht des Widerstandes gegen den Besatzer mit allen möglichen Mitteln zu bekräftigen.
Nach langwierigen islamrechtlichen sowie faktischen Gesprächen beschlossen die Gelehrten einstimmig, dass die Normalisierung in all ihren Formen: politisch, wirtschaftlich, kulturell und sportlich verwerflich ist und dass man sie verbieten und vor ihr warnen soll. Es ist jedem Land, jeder Partei sowie jeder Widerstandsbewegung verboten, diese anzuerkennen wie dem folgenden Vers zu entnehmen ist: "Er verbietet euch nur, diejenigen, die gegen euch der Religion wegen gekämpft und euch aus euren Wohnstätten vertrieben und zu eurer Vertreibung Beistand geleistet haben, zu Schutzherren zu nehmen. Diejenigen, die sie zu Schutzherren nehmen das sind die Ungerechten."(Sura Al Mumtahana, Vers 9).
Die Bekämpfung dieser Verwerflichkeit ist Pflicht für jeden, der dazu im Stande ist wie aus dem folgenden Hadith hervorgeht: "Wer von euch etwas zu Verabscheuendes sieht, soll es mit seiner Hand verändern, und wenn er dies nicht vermag, so soll er es mit seiner Zunge verändern, und wenn er (selbst) das nicht vermag, dann mit seinem Herzen, und dies ist das Mindeste an Glauben." (überlieferte Moslim)
Die Gelehrten appellieren an die Führer der Muslime insbesondere und die islamische Gemeinschaft im Allgemeinen, sich ihrer religiösen Pflicht zu stellen, um Land zu befreien, Ehre zu schützen und die Heiligtümer zu befreien. Sie bekräftigen außerdem, dass der Widerstand gegen diese Normalisierung ein Recht ist, dass von allen göttlichen Offenbarungen, von den internationalen Abkommen und allgemeingültigen Sitten und Bräuche legitimiert ist. 
Um unserer Verpflichtung nachzukommen und um der islamischen Gemeinschaft gegenüber aufrichtig zu sein in Bezug auf die Normalisierung mit dem zionistischen Besatzer, hat eine Auslese islamischer Gelehrten sowie renommierten Experten aus aller Welt diese Charta ausgearbeitet, ein Art Verfassung bzw. Richtlinie, die den Umgang mit der Normalisierung regelt und die Wege erklärt, diese zu bekämpfen.
"Aber Allah sagt die Wahrheit, und Er leitet den rechten Weg"

Definition und Begrifflichkeit
1. Die Charta ist eine Reihe von rechtlichen Prinzipien und Bestimmungen, über die sich die unten unterzeichnenden Gelehrten geeinigt haben zwecks Darstellung des islamrechtlichen Urteils im Hinblick auf das Thema Normalisierung mit dem zionistischen Gebilde sowie die daraus resultierende religiöse Pflicht erklärt.
2. Das zionistische Gebilde stellt ein rassistisches, besetzendes, expansionistisch sowie menschenverachtendes Gebilde dar, das Palästina okkupiert, dessen Heiligtümer geschändet sowie die Rechte der Bevölkerung missachtet und deren Freiheit eingeschränkt  hat.
3. Die Normalisierung bedeutet die Aufnahme von verschiedenen Beziehungen mit dem zionistischen Gebilde oder dessen Vertreter in einer Art und Weise, die den Widerstand gegen ihm schadet oder dessen Recht an die Okkupation Palästinas und die Schändung seiner islamischen Heiligtümer anerkennt.

Ziele der Normalisierung und Absichten der Normalisierungswilligen
4. Das zionistische Gebilde zielt mit der Normalisierung eine Art Legitimierung seines Daseins, Festigung seiner Säulen und Sicherung seiner Existenz sowohl national als auch International ab. Ferner beabsichtigt das Gebilde sein Vergrößerungsbestrebungen zu sichern, um die islamische Gemeinschaft zu dominieren bzw. zu beherrschen, ihre Freiheit einzuschränken, ihr Aufstieg zu hindern und ihrer Ressourcen zu berauben.
5.  Die Absichten der Normalisierungswilligen mit dem zionistischen Gebilde sind islamrechtlich gesehen nichtig, da sie nichts als irreale truginteressen, die Palästina und die islamische Gemeinschaft schaden. Dies wird von den früheren Erfahrungen, den heutigen Fakten sowie von den künftigen Prognosen widerlegt.

Beschreibung vom zionistischen Gebilde und das islamrechtliche sowie rechtliche Urteil
6. Die Existenz des zionistischen Gebildes ist nicht rechtens, da dieses auf die Besetzung des Landes, Okkupation der islamischen Heiligtümer, Übergriff auf die Religion, Menschenleben, Geist, Besitz und Nachkommen gegründet wurde. Der Widerstand gegen die Besatzung ist islamrechtlich ein legitimes Recht.
7. Das zionistische Gebilde ist rechtlich gesehen Inexistent, da dieses auf der Grundlage von Gewalt und Terror gegründet wurde. Das Recht es zu bekämpfen, notfalls mit Waffengewalt, ist moralisch einwandfrei und wird  vom internationalen Recht legitimiert.
8. Alle internationalen Beschlüsse, die ausgerufen wurden, um sein Existenz zu legitimieren sind nichtig und nicht rechtens.

Die islamrechtlichen und Rechtsvorschriften in Bezug auf die politische Normalisierung
9. Die Normalisierung mit dem zionistischen Gebilde ist islamrechtlich verboten, da diese den Grundlagen des Glaubens widerspricht und die Loyalität zu den Gläubigen in Frage stellt. Es ist die Pflicht eines jeden Muslims seinen Glaubensbrüder zu unterstützen und sich von den Aggressoren loszusprechen, wo sie unseren Brüder aus ihren Häusern und Heiligtümern vertrieben haben.
10. Alle Abkommen und Pakte, die mit dem zionistischen Gebilde getroffen wurden und die damit einhergehenden islamrechtlich verbotenen und nichtigen Verpflichtungen sind nicht anwendbar und erlauben dem Führer gegenüber ungehorsam zu sein. Diese Verpflichtungen sind rechtlich gesehen nicht begründet, weil sie die Rechte der islamischen Gemeinschaft und des palästinensischen Volks verletzen.
11. Die Existenz des zionistischen Gebildes und die Normalisierung von einigen Staaten im Geheimen oder öffentlich ändert nichts an seiner Illegitimität islamrechtlich und rechtlich gesehen. Seine Bekämpfung bleibt weiterhin Plicht.
12. Das islamrechtliche Urteil in Bezug auf die Normalisierung ändert sich nicht mit der Rückgabe von ein wenig Land oder von der Gewährung einiger Rechte.
13. Alle Versuche die palästinensische Sache durch Ansiedlungsprojekte oder durch Judaisierung der islamischen Heiligtümer zu torpedieren, gibt dem zionistischen Gebilde keine Existenzberechtigung und befreit es nicht von der Bezeichnung des Besatzers und Gewalttäters. Daher ist die Normalisierung islamrechtlich verboten.

Die Normalisierung und die Aufgabe des Regenten
14. Die Aufgabe des Regenten ist der Schutz des Glaubens und dessen Anwendung im Leben zum Wohl seines Volkes. Die Normalisierung mit dem zionistischen Gebilde gilt als Vertragsbruch zwischen Regenten und Volk.

Ausgangspunkte und Prinzipien des Widerstandes gegen die Normalisierung 
15. Der Widerstand gegen das zionistische Gebilde steht im Einklang mit den göttlichen Offenbarungen, den allgemeingültigen Sitten und Bräuche sowie mit dem internationalen Recht, die den Boykott des Aggressors und die Unterstützung der Opfer  vorsieht.
16. Der Widerstand gegen der Normalisierung steht im Einklang mit den Werten wie Recht, Gerechtigkeit, Freiheit sowie Würde, die von der Menschheit anerkannt werden.
17. Der Widerstand gegen die Normalisierung steht im Einklang mit dem Konflikt zwischen Recht und Unrecht sowie zwischen Gutem und Bösem 
18. Der Widerstand gegen die Normalisierung ist der Ausgangspunkt der Strategie zur Befreiung von Palästina.

Ziele des Widerstandes gegen Die Normalisierung
19. Der Widerstand gegen die Normalisierung mit dem zionistischen Gebilde zielt auf den Schutz des Glaubens der islamischen Gemeinschaft, ihrer Sicherheit und Interessen ab und die Aufrechterhaltung des islamischen Gefühl, das die Besatzung ablehnt.
20. Der Widerstand gegen die Normalisierung mit dem zionistischen Gebilde zielt auf dessen Belagerung sowie auf dessen Ablehnung und jeden Versuch zum Scheitern zu bringen, es in der Region zu integrieren sowie dessen Existenz zu legitimieren ab. 
21. Der Widerstand gegen die Normalisierung mit dem zionistischen Gebilde zielt auf Förderung der Standhaftigkeit des palästinensischen Volkes sowie die Unterstützung des Widerstandes.

Normalisierung: Nachteile und Gefahren
22. Die Normalisierung mit den Zionisten bedroht die großen islamischen und menschlichen Prinzipien wie Freiheit, Gerechtigkeit, menschliche Würde, internationale Sicherheit und Frieden.
23. Die Normalisierung mit den Zionisten ist eine Gefahr für den islamischen Glauben und den Stellenwert seiner Heiligtümer. Sie bedroht die Grundsätze der Schari'a, die die Gemeinschaft und deren Glauben, Ressourcen, Gedankengut sowie Nachkommen schützt.
24. Die Normalisierung mit den Zionisten bedroht das Projekt "Widerstand" und schwächt die Flamme des Widerstandes.
25. Die Normalisierung mit dem zionistischen Gebilde führt dazu, die arabisch-muslimischen Länder als Mittel zu benutzen, um die palästinensische Sache zu torpedieren und die Bestrebungen des palästinensischen Volkes sein Land zu befreien sowie sich seinem Recht zurückzuholen zunichte zu machen.
26. Die Sicherheit der islamischen Gemeinschaft gilt als Gesamtheit. Die Normalisierung ist der Haupteingang für die zionistische Domination der arabisch-muslimischen Gemeinschaft auf den Bereichen Sicherheit und Militär.
27. Die politische Normalisierung verdreht die Fakten. Dabei wird der Feind als Freund dargestellt, was die Sicherheit und Stabilität der  arabisch-muslimischen Gemeinschaft bedroht.
28. Die Normalisierung mit dem zionistischen Gebilde hindert alle Änderungs- sowie Reformbestrebungen innerhalb der arabisch-muslimischen Gemeinschaft.
29. Die politische Normalisierung verzögert das Selbstbewusstsein der islamischen Gemeinschaft und verwandelt sie zu zerstreuten Völkern und Ländern und lässt alle Versuche zur Einheit, Fortschritt und Aufbau einer einheitlichen Zivilisation scheitern.
30. Die Normalisierung schränkt die Kapazitäten der islamischen Gemeinschaft ein und ändert ihre Auffassung auf der Ebenen Sicherheit und Militär, sodass sie als Mittel in den Händen des Besatzers  fungiert.
31. Die Normalisierung mit dem zionistischen Gebilde bedroht die Lebensphilosophie der Gemeinschaft sowie deren Werte, Richtungen und Loyalität ihrer Völker. Ferner bedroht sie die Widerstands- und Unabhängigkeitskultur, was wiederum zur ihrem Zerfall und Untergang führen wird.
32.  Die Normalisierung mit dem zionistischen Gebilde gilt als psychische Niederlage und als Bestätigung seine zivilisatorische und kulturelle Überlegenheit und untergräbt die Seele, Vernunft und Gedankengut der Gemeinschaft.
33. Die Normalisierung mit dem zionistischen Gebilde verfälscht die historischen Fakten, vertuscht das Bewusstsein und zerstört das arabisch-islamische kulturelle Erbe.

Die Pflichten
34. Der Widerstand gegen die Normalisierung ist eine islamrechtliche Pflicht und eine menschliche sowie zivilisatorische Verantwortung für alle Schichten der arabisch-islamischen Länder, seien diese Persönlichkeiten, Organisationen, Vereinigungen o.ä. Jeder soll seinen Beitrag beim Widerstand leisten.
35. Das islamrechtlich Urteil in Bezug auf die Normalisierung zu erklären, ist die Pflicht der Gelehrten. Die Zögerung dies offen zu kündigen, gilt als Wissen bewusst verschweigen.
36. Die gottesfürchtigen Gelehrten, müssen das was ihnen Allah anvertraut hat, offenbaren, indem sie  die Normalisierung, die mit Frieden und Versöhnung beschönigt wird, beim Namen nennen.
37. Die Bekämpfung des zionistischen Projektes und die Annullierung aller Abkommen ist die Pflicht der Regierungen. Nur so werden Glaube,  Schari'a und Heiligtümer geschützt. 
38. Die Normalisierung zu kriminalisieren, die Normalisierungswilligen zur Rechenschaft zu ziehen und den Boykott rechtlich zu regeln ist die eine Verfassungsmäßige und Verfassungsrechtliche Pflicht.
39. Die Steuerung vom Widerstandprojekt ist die Pflicht der Bewegungen, Parteien, nationalen und islamischen Verbände, da diese über elitäre sowie bürgerliche Kanäle verfügen.
40. Denker, Intellektuelle, Journalisten und  Meinungsführerschaft müssen die Normalisierung und Normalisierungswilligen bloßstellen, indem sie eine öffentliche Meinung bilden, die gegen die Normalisierung ist.
41. Die arabisch-islamischen Gemeinden tragen eine große Verantwortung beim Widerstand gegen die Normalisierung mit dem zionistischen Gebilde und bei der Abkehr von seiner Unterstützung.
42. Die Jugend muss an der Spitze im Kampf gegen die Normalisierung mit dem zionistischen Gebilde sein, jedoch mit angemessenen Mitteln.
43. Eine öffentliche und konservative Meinung zu bilden, die die Normalisierung ablehnt, um die islamischen  Identität und Heiligtümer  zu wahren, ist auch die Pflicht aller Frauen.
44. Die Kinder und die künftigen Generationen so zu erziehen, dass sie die Normalisierung bekämpfen, ist die Pflicht sowohl der Familie  als auch der Schule.

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